9,10 Euro im Jahr 2027, bis zu 11,78 Euro im Jahr 2030 – so lauten die Preisprognosen zur geplanten Verschärfung der Tabaksteuer.
Die Bundesregierung will die Tabaksteuer ab 2027 in mehreren Schritten deutlich erhöhen. Nach Angaben der AfD-Bundestagsfraktion rechnet die Koalition durch die verschärften Pläne mit rund 11,6 Milliarden Euro zusätzlichen Steuereinnahmen innerhalb von vier Jahren.
Dabei geht es längst nicht nur um Zigaretten. Auch Feinschnitt, Zigarren, Wasserpfeifentabak und weitere Tabakprodukte sind von den geplanten Erhöhungen betroffen.
Doch höhere Steuersätze bedeuten nicht automatisch entsprechend höhere Einnahmen.
Denn je größer die Preisunterschiede zum Ausland werden, desto attraktiver können Schmuggel, Schwarzmarkt und Einkäufe jenseits der Grenze werden.
Genau vor dieser Entwicklung warnt der AfD-Bundestagsabgeordnete Christian Douglas. Er kritisiert außerdem, dass Finanzpolitiker der Union ihren bisherigen Widerstand gegen die Steuererhöhung offenbar aufgegeben haben.
Die Bundesregierung begründet die Steueranpassung mit der notwendigen Entlastung des Bundeshaushalts. Befürworter verweisen zudem auf mögliche gesundheitspolitische Vorteile höherer Tabakpreise.
Die entscheidende Frage bleibt jedoch, wie viel der erwarteten Einnahmen tatsächlich beim Staat ankommt und welche Auswirkungen die Erhöhung auf den legalen Handel hat.
Der Gesetzentwurf befindet sich noch im parlamentarischen Verfahren.
Quelle: AfD-Bundestagsfraktion, Pressemitteilung vom 9. Oktober 2026; Bundesfinanzministerium, Tabaksteueränderungsgesetz 2026.
